Gerterode (Eichsfeld). Feuerwehr befreit verletzten Fahrer aus dem Führerhaus. Agrargesellschaft sichert die Kreidekalk-Ladung.

 

Als am Mittwochmittag der Fahrer eines Sattelzuges auf einem Feld bei Gerterode Kreidekalk zum Düngen ablud und rangierte, kippte der Lastwagen samt Anhänger plötzlich auf die linke Seite. Der Fahrer verletzte sich dabei und konnte sich nicht aus eigener Kraft aus dem Führerhaus befreien. Die herbeigerufene Feuerwehr Gerterode befreite den Verletzten schließlich aus dem Führerhaus, indem sie die Frontscheibe des Fahrzeuges entfernte, so Einsatzleiter Ralf Waldmann von der Gerteröder Feuerwehr. Der Mann wurde vorsorglich ins Krankenhaus nach Nordhausen gebracht. Im Einsatz waren neben den Rettungssanitätern auch die Feuerwehren von Bernterode und Breitenworbis. Auch Mario Reinhold, der Geschäftsführer der Agrar GmbH Deuna, die das Feld bewirtschaftet, eilte zum Unfallort. Die 25 Tonnen Kalk sollten in den nächsten Tagen als Dünger auf das Feld gebracht werden. Der Agrar-Betrieb half mit einem Radlader, den im Sattelzug verbliebenen Kreidekalk heraus zu holen, so dass die benachrichtigte Bergungsfirma das Fahrzeug mit Hilfe eines Kranes wieder aufrichten konnte. „Öl oder Benzin sind bei dem Unfall nicht ausgelaufen“, so der Einsatzleiter. 

Da sich der Unfall direkt neben einem Bach und im Trinkwasserschutzgebiet ereignete, wurde auch die Wasserbehörde des Landkreises und der Wasserzweckverband informiert. Zur Höhe des Schadens ist noch nichts bekannt. Sattelzug mit Kreidekalk kippt im Eichsfeld auf die Seite.

Quelle: TLZ, 23.08.2017

 

Gerterode (Eichsfeld). Gerterode feiert in diesen Tagen mit einem bunten Festprogramm, zu dem unter anderem ein Feuerwehrfest mit Wettkämpfen, ein Kinderfest oder auch Sportspiele gehören, sein 750-jähriges Ortsjubiläum.

Bereits zum Auftakt sorgte am vergangenen Wochenende eine Open-air-Disco, die auf der großen Festwiese zahlreiche Besucher anlockte, für ausgelassene Partystimmung im und vor dem großen Festzelt. Michael Nagler aus Jena legte hier als DJ Beatklops querbeet einen bunten Mix aus Rock, Pop, Schlager und Oldies auf. Dabei erklangen neben aktuellen Stücken auch viele altbekannte Hits wie Highway to hell von AC/DC, I was made for loving you von KISS oder auch der Kultsong Geh zu ihr von den Puhdys. Da blieb die Tanzfläche nicht lange leer. Alt und Jung rockten gemeinsam ab, die Sektkorken knallten, und die Stimmung wurde immer ausgelassener.

Unter dem lustigen Partyvolk waren auch Dorina Janke, Melanie Steinberg und Nancy Jackel zu finden. Wie die drei bestgelaunten Freundinnen stolz berichteten, seien sie schon seit ihrer Kindheit beziehungsweise Jugend eng miteinander befreundet. Um sich zu treffen, würden sie nicht nur solche Feste nutzen. Aber diese seien immer wieder eine gute Gelegenheit, um mal wieder den Heimatort zu besuchen und Spaß miteinander zu haben.

Den wünschten sie sich auch für das kommende Wochenende. Schon jetzt, so erklärten sie, freuen sie sich sowohl auf die große Festveranstaltung, welche am Samstag auf dem Gemeindesaal stattfinden wird, als auch auf den sich anschließenden Tanz mit der Band Timeless und natürlich ebenso auf den großen Festumzug am Sonntag.

Und wie Nancy Jackel vorfreudig hinzufügte, werde sie selbst, gemeinsam mit Freunden und Bekannten, als Insassin eines Burgwagens, natürlich entsprechend mittelalterlich gekleidet, mit dabei sein. Der Festumzug wird, bei hoffentlich schönem Wetter, dann der letzte Höhepunkt in der Gerteröder Festwoche sein.

Quelle: Juvita Weinrich / 14.06.16 / TA

 

Gerterode (Eichsfeld). Das derzeit launische Wetter zeigte sich am Sonntag glücklicherweise auch von seiner freundlichen Seite. Und so konnten am Sonntagnachmittag viele Schaulustige den eindrucksvollen Festumzug ohne Regenschirm in der Hand genießen. Dieser war zugleich der Höhepunkt einer Jubiläums-Festwoche, die in Gerterode mit vielen Programmpunkten und Gästen aus nah und fern ausgiebig gefeiert wurde.

Der Umzug selbst spiegelte hauptsächlich die 750-jährige Ortsgeschichte, die mit der Ersterwähnung im Jahr 1266 begann, wider. Damals wurde Cuno de Gertarroth als Zeuge im Rahmen einer Güterveräußerung benannt. Diesen Ritter stellte der seit 1999 amtierende Bürgermeister Udo Hartung – begleitet von seiner Frau Heidi – natürlich stilecht gekleidet selbst dar.

Erinnerungen an die alten Zeiten

Gleich hinter ihnen folgte eine Pferdekutsche mit den Ehrengästen, darunter war auch Landrat Werner Henning. Unter den insgesamt 29 Fuß- und Wagengruppen sorgten ein Spielmannszug aus Mühlhausen, die Alte-Burg-Musikanten aus Kleinbartloff sowie die Feuerwehrkapelle aus Breitenholz für den passenden musikalischen Rahmen des Umzugs, der an wichtige geschichtliche Ereignisse und Personen erinnerte. So waren Fußgruppen – welche die ersten Siedler, die einst ansässigen Glashütten oder den damaligen Kunstfahrverein "Falke" darstellten – zu bewundern. Die detailgetreu ausstaffierten Wagen "Unser alter Konsum" und "Bäckerei Schäfer" wiederum erinnerten wehmütig an Zeiten, als man noch Lebensmittel und frisches Brot im Ort kaufen konnte.

Viele Vereine waren mit dabei

Auch die Wagen "Mühlen in Gerterode", "Erntedank" oder "Wäscherinnen an der Aue" waren – mit viel Zubehör – ein Hingucker, ebenso wie die "Finkenburg", ein großer Burgwagen, der mit Insassen in historischen Kostümen die Blicke auf sich zog. Das tat auch Werner Birkefeld, der – samt Hund – als letzter Schäfer von Gerterode im Zug mitlief.

Unter dem bunt gemischten Fußvolk tummelten sich auch viele Vereinsmitglieder, beispielsweise Fußballer, Tennisspieler oder auch Brieftaubenzüchter. Unterwegs verschenkten sie nicht nur reichlich gute Laune, sondern auch kleine kulinarische Genüsse wie belegte Brote, Süßigkeiten, das ein oder andere Schnäpschen und auch Blumensträuße. Nach dem Ende des Spektakels setzte sich die fröhliche Stimmung fort, genossen sowohl Einheimische als auch die Gäste das gesellige Beisammensein in Gerterode.

Quelle: Juvita Weinrich / 20.06.16 / TA

 

Gerterode (Eichsfeld). Mit einer Festwoche will die Gemeinde Gerterode ihre urkundliche Ersterwähnung vor 750 Jahren feiern. Stattfinden soll diese schon bald, nämlich vom 10. bis 19. Juni, teilte die Gemeinde mit.
Auftakt ist am Freitag, dem 10. Juni, eine Open-air-Disko mit DJ Beatklops aus Jena. Zuvor, ab 16 Uhr, lädt der Tennisverein alle Interessierten zum Probespielen auf seinen Platz. Am Samstag, dem 11. Juni, geht es um 10 Uhr mit dem großen Feuerwehrfest weiter. Hier gibt es am Festzelt auf der Festwiese spannende Wettkämpfe.

Die können dann abends in geselliger Runde ausgewertet werden, denn um 20 Uhr beginnt die Tanzveranstaltung mit der Band „Feeling“. Und auf der Festwiese ist gegen 22.30 Uhr noch eine Laser-Pyro-Show geplant. Am Sonntag, 12. Juni, zum Kinderfest, das um 14 Uhr beginnt, sollten alle wieder fit sein.

Nächster Höhepunkt ist am Dienstag, 14. Juni, um 20 Uhr eine Ausstellungseröffnung im Gemeindesaal. Am Tag darauf sind um 14 Uhr die Senioren eingeladen, abends wird ab 19.30 Uhr Skat und Doppelkopf gespielt. Donnerstag, 16. Juni, steht ab 19 Uhr die Chronik im Fokus, gelesen und gespielt bei Wein. Ab 21 Uhr wird gemeinsam Fußball geschaut und am 17. Juni ab 17 Uhr bei der Dorfmeisterschaft auch selbst gespielt.

Abends ist ab 21 Uhr Disko im Jugendclub. Samstag, 18. Juni, spielt nach der Festveranstaltung, die um 17 Uhr startet, „Timeless“ zum Tanz. Beendet wird die Festwoche am Sonntag, 19. Juni, um 14 Uhr mit dem Festumzug. Den Gottesdienst am Morgen (10 Uhr) gestaltet Propst Christian Stawenow.

 

Quelle:  26.05.16 TA

 

Am 8. August 1926, bei einem schweren Gewitter, schlug der Blitz in das ehemalige Mietshaus der Gemeinde ein. Alte Kaserne deshalb, weil hier für mehrere sozialschwache Familien des Ortes Wohnraum vorgesehen war. Das Gebäude, ein großes Fachwerkhaus, stand, wie auf dem Foto ersichtlich, direkt an der Straße, und war zu der Zeit von vier Familien bewohnt. Der Dachstuhl brannte völlig aus und die vielen Wassermassen durchdrangen bei den Löscharbeiten das gesamte Lehmfachwerk.  Dieses war so in Mitleidenschaft gezogen, daß das Haus dem Abbruch verfiel. Die eingeebnete Fläche wurde für Gärten und später als Spielplatz genutzt.

1960 entstand auf dem Grundstück, von der Konsumgenossenschaft Niederorschel gebaut, ein Landwarenhaus, unsere Konsumverkaufsstelle. Eine daneben stehende baufällige Scheune und das alte Schlachthaus der Gemeindeschänke wurden zugunsten des Baugeländes für die Verkaufseinrichtung und zur besseren Nutzung der Warenanlieferung mit abgerissen. Damit verbesserte sich gleichzeitig das Umfeld und trug auch wesentlich zur Verschönerung des Dorfbildes bei.

M.J.

(alter gefundener Zeitunsgartikel; Jahr und Zeitung unbekannt)

   
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