In der TA-Serie "Sportarten im Eichsfeld" steht heute Tennis im Mittelpunkt.

Der "weiße Sport" wird im Landkreis immer beliebter. Neben drei eigenständigen Tennisvereinen gibt es in insgesamt zehn Sportgemeinschaften bereits Abteilungen für diese Sportart. Heiligenstadt und Birkungen nehmen als einzige Eichsfelder aktiv am Ligaspielbetrieb teil. ...

Neben dem Heiligenstädter TV existieren im Eichsfeld noch der TV Gerterode und der TC Schönhagen als reine Tennisvereine. ...

Zudem haben im Eichsfeld unter anderem die Sportvereine in Gernrode, Kirchworbis, Küllstedt, Leinefelde, Worbis, Wüstheuterode und Birkungen Abteilungen für den Tennissport gegründet. ...

Ebenso aktiv sind die Tennisfreunde aus Gerterode, die im vergangenen Jahr das 25-jährige Bestehen ihres Vereins feierten. Zu diesem Anlass wurde zum ersten Mal der "Obereichsfeldcup" ausgetragen, zu dem Sportfreunde aus Gernrode, Kirchworbis, Leinefelde, Birkungen und Worbis nach Gerterode kamen. Ende der 80er Jahre nahmen die Gerteröder sogar aktiv am Punktspielbetrieb teil, damals als Spielgemeinschaft zusammen mit Medizin Worbis. Der Heiligenstädter ist mit 43 der mitgliederstärkste Tennisverein im Landkreis Eichsfeld. Es folgen Einheit Worbis mit 36 und Tennisverein Gerterode mit 33 Tennisfreunden. Insgesamt pflegen 242 Sportfreunde in zehn Vereinen das Spiel mit der kleinen gelben Filzkugel. Beträchtliche Reserven liegen in der Jugendarbeit. Führte man vor einem Jahrzehnt sogar Kreisjugendspiele in Gerterode und später in Worbis durch, so ist seitdem in dieser Beziehung Funkstille.

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Quelle: TA, 26.02.2009

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Tennisvereins Gerterode wird heute ein Mannschaftstreffen auf der heimischen Anlage ausgetragen. Morgen ist ein Schleifchenturnier für Vereinsmitglieder vorgesehen. Der Gerteröder Klub ist der älteste seiner Art im Landkreis Eichsfeld.

Die Idee lieferten Klaus Arno Herzberg, Jürgen Kurz und Eberhard Kurz. 1983 war die Geburtsstunde des Tennisvereins Gerterode. Als erster Vorsitzender fungierte Klaus Arno Herzberg. Die drei Macher der Gerteröder Tennisszene führten auch Gespräche mit der Leitung des Zementwerkes Deuna. Gerterode als Standort war eher Zufall. Eigentlich orientierte man sich nach Leinefelde, Niederorschel und Deuna. Aber es fand sich kein Gelände. Als Gerterode Bürgermeister schließlich den Suchenden ein Angebot unterbreitete, schlugen sie kurzerhand zu. Die Geburtsstunde war besiegelt. Zwölf Gründungsmitglieder unterzeichneten die Urkunde. 1985 konnte der erste Sandplatz eingeweiht werden, ein Jahr später folgte der zweite. Und einen dritten Court mit Bitumenbelag gibt es mittlerweile auch. Die Tennisanlage befindet sich auf historischem Grund und Boden. Vor Jahrzehnten befand sich hier der alte Sportplatz der Gemeinde. Das Erbe der Herzberg & Co. trat Lothar Pfaff an. Der ehemalige Fußballer arbeitet nun als erster Vorsitzender. Sein Stellvertreter ist Volkmar Beckmann. Bernd Wachtel hält die Fäden als Sportwart in der Hand. Zum Vorstand gehören weiter Elke Rosche (Kassiererin), Sebastian Duwe und Gerhard Gremler.
Erste Punktspiele bestritten die Gerteröder gegen die Mannschaft von Medizin Worbis. Zum Mannschaftsturnier luden sie befreundete Vereine wie Birkungen, Gernrode, Kirchworbis, Leinefelde und Worbis ein.
"Die Überschneidung mit den Eichsfeld Open in Schönhagen ist reiner Zufall. Hätten wir den Termin gekannt, wären wir auf einen anderen Spieltag ausgewichen", unterstreicht Volkmar Beckmann. 35 Mitglieder zählt der Verein. Aber es gab schon bessere Zeiten. Vor Jahren gehöhrten sechzig Tennisfreunde dem Klub an. Auch Kinder und Jugendliche spielten aktiv. Die Kreisjugendspiele fanden von 1990 bis 1995 hier statt. "Seitdem gibt es die Spiele nicht mehr", bedauert Lothar Pfaff. Er selbst leitet eine Mädchengruppe im Verein. "Wir können neue Mitglieder gut gebrauchen. Auch an Kindern und Jugendlichen sind wir interessiert. Bei einem Mitgliedsbeitrag von fünfzig Euro im Jahr ist die kostenfreie Nutzung der Anlage inklusive. Billiger kann man nirgendwo Tennis spielen", sagt Beckmann.
Stolz sind die Gerteröder auf ihre Tennisanlage. "Alles wurde in Eigenleistung errichtet. Der dritte Platz war 1992 fertig, auch Umkleidekabinen und Klubraum gehören zur Sportstätte", bemerkt Bernd Wachtel.
Im Sommer trainieren dienstags udn freitags die Männer, mittwochs sind die Frauen an der Reihe. Am Sonntag ist Familientennis angesetzt. Freundschaftliche Beziehungen pflegen die Gerteröder auch zu einem Freizeitverein in Mühlhausen. Daher ist es kein Wunder, dass das Wintertraining in der Tennishalle des Sporthotels ausgetragen wird.
Zum Programm des Vereins zählen auch zwei Arbeitseinsätze. Im Frühjahr erfolgt die Saisoneröffnung, im herbst wird die Anlage winterfest gemacht. Und gemeinsame Besuche von großen Turnieren gab es auch. Bei den Wartburg Open in Eisenach waren die Eichsfelder ebenso wie bei einem Frauenturnier in Leipzig.
Und großes Tennis kann man heute in Gerterode auch erleben. Der zehnjährige Tim Zeuch aus Mühlhausen gibt einen Schaukampf. Er ist amtierender Thüringenmeister und Siebzehnter der deutschen Rangliste.

Quelle: TA, 30.08.2008

   
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