Nun ist die Ausrüstung der Gerteröder Freiwilligen Feuerwehr fast perfekt. Am Sonnabend bekam sie vom Feuerwehrverein ihre eigene Fahne überreicht. Gefeiert wurde mit einem zünftigen Pokalwettkampf, zu dem insgesamt sieben Gastwehren anreisten. Stolz flatterte am Sonnabendvormittag das dunkelblaue Banner im Wind. "Darum, dass die Feuerwehr einsatzbereit ist, kümmert sich die Gemeinde. Für alles weitere sind wir zuständig", sagt Irmgard Kleine, stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrvereines. Der wurde vor zehn Jahren gegründet. Zum runden Geburtstag überreichte so eigentlich der Jubilar das Geschenk. Die Vereinsfahne wurde vom Förderverein komplett selbst finanziert. Rund 80 Mitglieder zählen Wehr und Verein, denn wer in der 1933 gegründeten Wehr tätig ist, ist auch im Feuerwehrverein.
Nun hoffen die Kameraden wie auch Wehrleiter Detlef Brand, dass sie bald auch ihr eigenes Gerätehaus haben. Vor sechs Jahren bekamen sie ihr neues Fahrzeug, dass zur Zeit im alten Gut abgestellt ist. Die Uniformen nehmen sie mit nach Hause. Auch Bürgermeister Udo Hartung weiß um das Problem. "Das Gerätehaus ist auf der Prioritätenliste der Gemeinde schon unter die ersten drei Plätze gerückt", betont er. Auch der Förderbescheid vom Landkreis sei bereits eingetroffen. "Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 300 000 Euro. Der Landkreis gibt 35 000 dazu. Den Rest muss die Gemeinde aufbringen." Ein Objekt ist bereits gefunden. Die alte Schule, die derzeit einen Jugendclub beherbergt, soll umgebaut werden und ein Stellplatz für das Fahrzeug neu entstehen. Der Jugendclub wird mit integriert. "Was wir an Eigenleistung bringen können, machen wir auch", betonen Bürgermeister und Wehrleiter. Vielleicht noch in diesem Jahr, hoffentlich im nächsten solle mit dem Bau begonnen werden.
Das zehnjährige Bestehen des Feuerwehrvereines aber wurde erstmal kräftig mit der Übergabe der Fahne, dem elften Nachbarschaftswettkampf und reichlich Erbsensuppe gefeiert. Die Fahne wurde an altgediente Mitglieder und somit in die Wehr übergeben. Die Weihe übernahm Pastorin Ulrike Kaffka als eine ihrer letzten Amtshandlungen im Ort. Sie übernimmt einen Lehrstuhl an der Magdeburger Universität.

Quelle: Thüringer Allgemeine, 16.08.2004

   
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