Zum ersten Heimatabend hatte am Montag der Heimat- und Verkehrsverein eingeladen. Dazu hatten die Frauen des Vereins die Bühne und den Gemeindesaal liebevoll dekoriert. Der Verein habe weder Kosten noch Mühen gescheut, um den Gästen zum ersten Heimatabend ein abwechslungsreiches und interessantes Programm bieten zu können, sagte eingangs der Vorsitzende Edwin Spannaus, der durch das fast dreistündige Programm führte.
Zu den Akteuren zählte die Eichsfelder Frauenwerkstatt aus Worbis, die ihre Handwerkstechniken und Produkte vorstellten. Gottfried Kunkel las aus einem Manuskript drei Geschichten vor, die 1997 zur Tausendjahrfeier des Eichsfeldes veröffentlicht werden soll. Hierbei erfuhren die Gerteröder auch, wie sie zu ihrem Spitznamen "Schmandlecker" gekommen sein sollen.
Begeisterten Applaus bekam auch die Tanzgruppe Niederorschel für ihre Darbietungen. Erstmalig außerhalb der Kirchenmauern sang - unter Leitung von Waldemar Franke - der 1993 gegründete Kirchenchor. Eine Vesper, wie sie früher bei der Ernte gehalten wurde, führte eine Laienspielgruppe in Gerteröder Mundart auf und verteilte anschließend Eichsfelder Delikatessen im Saal.
Einer der Höhepunkte des Heimatabends war ein historischer Hochzeitszug, der eine Heirat um 1900 zeigte. Ferner wirkten der "Männergesangsverein Niedergebra" und Gisela Müller mit. Letzte begeisterte mit humorvollen Geschichten in Mundart.
Außerdem wurde zum ersten Mal die neue Ortsfahne gezeigt. Die Fahne zeigt links oben Eichenlaub auf rotem Grund, das auf die waldreiche Umgebung des Dorfes hinweisen soll. Rechts oben ist ein Kelch auf weißem Grund abgebildet, der an die Glashütten erinnern soll, die einst bei Gerterode existierten. Und das Wasserrad auf blauem Grund weist auf die drei Mühlen hin, die einst um Gerterode standen.

Quelle: Oktober 1995, Quelle unbekannt

   
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