Das frühere Gutshaus in Gerterode soll bei einer Auktion unter den Hammer kommen. Es war im Zuge der Bodenreform aufgeteilt und nach der Wende von den neuen Eigentümern abgegeben worden. Am 7. September wird die Sächsische Grundstückauktionen AG im Auftrag des Freistaates Thüringen ein zweites Mal versuchen, das riesige Gebäude unweit der Buswendeschleife zu veräußern. Anfangsgebot: 500 Euro. Bisher waren alle Versuche, einen Käufer für das um 1875 erbaute Stall- und Scheunengebäude zu finden, gescheitert, sagte Bürgermeister Udo Hartung gestern auf Anfrage der TA. Die Gemeinde selbst könne sich das Objekt nicht leisten, obgleich zwischenzeitlich erwogen worden war, das Gutshaus für die Feuerwehr auszubauen. Ein interessierter Fuhrunternehmer habe schließlich ebenfalls abgewunken. Dabei, so Hartung, sei das Ensemble in keinem schlechten Zustand und werde auch nicht als Schandfleck für das Dorf empfunden. Lediglich das Dach sei teilweise undicht. Die Auktionäre bescheinigen dem Objekt jedoch einen "sanierungsbedürftigen Zustand" mit Feuchtigkeitsschäden. Dafür ist die Lage umso besser. Die zurzeit im Bau befindliche Autobahn 38 verläuft nur fünf Kilometer entfernt. Vielleicht ein Pluspunkt bei der Versteigerung. Die Gemeinde jedenfalls unterstütze die Auktion, sagt Udo Hartung. Ein 1407 Quadratmeter großes Gelände steht am 7. September zur Disposition. Die Auktion findet ab 12 Uhr im Victors Residenz-Hotel in Erfurt statt.

Quelle: Thüringer Allgemeine, 03.08.2004

   
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