Die genaue Ortsgründung ist uns nicht überliefert. Die Endung "rode" deutet darauf hin, daß sie in die 3. Siedlungsperiode 800-1200 fällt. In dieser Zeit sind in unserer engeren Heimat die Wasserburgen in den Tälern gebaut, die Kloster gegründet worden und die Orte mit der Endung "feld", "bach" und "rode" entstanden.
Nach bisherigen Überlieferungen wird der Name Gerterode erstmalig 1266 als Familienname des Adelsgeschlechtes von Gerterode erwähnt, das von 1266 - 1429 nachweisbar ist.
Der Geschichtsschreiber Johann Wolf, 1743 - 1826 in Kreuzebra geboren, schreibt in seiner herausgegebenen "Polit, Geschichte des Eichsfeldes", in dieser Zeit tritt der Name "Cuno de Gertarroth" auf, wo auch die gleichnamige Burg stand. Da Familiennamen erst im 12. Jahrhundert aufkamen, kann man annehmen, daß das Adelsgeschlecht von Grterode zwischen 1100 und 1200 ansässig war.
Es werden erwähnt Cuno de Gertarroth, 1266 als Zeuge in einer in lateinischer Sprache abgefaßten Urkunde des Hermann von Hagen aus Deuna, der seine Güter in Elbichtenrode (Wüstung bei Hüpstedt) dem Kloster Reifenstein verkauft.
Den ersten Gedanken, in Worbis ein Zisterziensernonnenkloster zu stiften, hatten zu Anfang des 13. Jahrhunderts die Klöster Anrode und Beuren. Sie wurden von vielen Adligen unterstützt, auch von Ludolf von Gerterode.
Ludolf von Gerterode übereignete am 27.11.1306 beim Eintritt seiner Tochter Sidonia in das Kloster Anrode, diesem Kloster 6 Eigenhufe (1 Hufe ist etwa 7,5 ha) Land im Dorf Husroda (Wüstung zwischen Oberdorla und Felchta, Unstrut-Heinich-Kreis). 1306 und 1309 werden Sidonia und Adelheid von Gerterode als Chorschwestern im Kloster Gerterode genannt.
1310 überläßt Herzog Heinrich von Braunschweig sein Vorwerk Teistungenburg Ludolf von Gerterode für 40 Mark lötigen Silber. Am 23.6.1311 verkauft Ludolf von Gerterode mit Genehmigung seiner Gattin Alma und seiner Kinder Hartung, Ludolf und Adelheid dem Probst Johannes von Anrode zur Ausstattung des Klosters Worbis seine Villa Ridderbach, 7 Hufe Land, Wiesen und ein Gehölz, den Mittelberg bei Worbis für 30 Mark Silber.
1317 erhält Anrode von Ludolf von Gerterode 2 Höfe und 2 Hufe Land in Dachriesen als Geschenk.
1307 und 1333 erwirbt das Kloster Teistungenburg Besitzungen des Ritters Ludolf von Gerterode im Dorfe Teistungenburg. 1346 bis 1356 wird Adelheid von Gerterode als Äbtissin vom Kloster Anrode genannt und 1381 nochmals eine Adelheid von Gerterode als Äbtissin.
Am 8.3.1397 bekennt Ludolf von Gerterode, daß ihm der Fürst, sein gnädiger Herr, Landgraf zu Hessen, in sein Schloß Allerberg bei Bockelnhagen als Amtmann gesetzt und befohlen, das genannte Schloß mit seinen Zugehörigen amtsweise innehabe und dasselbe wieder zu überantworten, so bald er dieses von ihm fordert.
1429 wird Ludolf von Gerterode als Zeuge um den Hülfensberg genannt. Am 8.1.1444 beurkundet Eckhard von Guttern, der derzeitige Besitzer, seine Frau Else und seine Söhne Heinrich und Friedrich, daß sie Gerterode mit seiner Zugehörigkeit an den Gerichten zu Scharfenstein nebts allen Gerechtigkeiten, an Heinrich den Älteren und den Jüngeren Herrn zu Arnstadt und Sondershausen für 1807 Gulden verkauft haben. Somit wurde Gerterode Eigentum des Grafen von Schwarzburg, Herr zu Arnstadt und Sondershausen, des späteren Fürsten zu Schwarzburg-Sondershausen, der es natürlich nicht selber verwaltete, sondern als Alterlehn weiter verlehnte.
Bei der Burg sind in dieser Zeit nur etliche wenige Häuser, etwa 5 gewesen, die von etwa 20 seßhaften Untertanen bewohnt wurden. Diese haben die Holzungen gerodet, Häuser gebaut und das gerodete Land zu Ackerland und Wiesen gemacht und ihren Schultheißen gehabt.

Quelle: "Eichsfelder Kessel" - Ausgabe 13/94

   
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