Peczulat: Wollen Gotteshaus bald grundlegend sanieren

 


Die Sanierung der kleinen evangelischen Kirche im Ort will die Gemeinde Gerterode nun in Angriff nehmen. Zusammen mit dem Denkmalschutz und der Kirchengemeinde Rehungen, deren Pastor die Gottesdienste in der Filialkirche in Gerterode hält, soll ein entsprechendes Konzept dann eventuell im nächsten Jahr umgesetzt werden, erklärte Bürgermeister Winfried Peczulat.
Die Kirche wurde im Jahre 1802 als Kapelle gebaut. Wegen der Proteste im "Umland" habe man jedoch schon kurze Zeit später den großen Kichturm heruntergenommen, berichtete die Ortschronistin Marlies Jackl. Eine Kapelle mit so großem Kirchturm habe dem Zeitgeist damals eben nicht entsprochen. Mittlerweile sind das Fundament der Kirche und das Holzfachwerk stark beschädigt. Auch das Dach sei dringend reparaturbedürftig, so der Bürgermeister. Innen sei die Kirche vor etwa zehn Jahren in Eigeninitiative der Kirchengemeinde saniert worden, nun sei es auch an der Zeit, daß auch die Fassade eine Verjüngerungskur erhalte. In die Sanierung einbezogen werden soll auch das Kriegerdenkmal im Kirchenvorhof.
Während sich der Bürgermeister zusammen mit dem Gemeinderat um die Organisation der Sanierung kümmert, erkundet Marlies Jackl mit Leidenschaft die Geschichte der kleinen Gemeinde, um die das Eichsfeld sozusagen einen "Bogen" macht. Seit Mai letzten Jahres ist sie über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) als Chronistin angestellt und widmet, wie sie erzählt, auch einen großen Teil ihrer Freizeit den Nachforschungen. So fand sie auf einem Wochenendausflug im Schloß Sondershausen beispielsweise eine alte Landkarte, auf der neben anderen Gemeinden auch Gerterode mit seinen früheren Mühlen aufgezeichnet ist. Auf den Streifzügen durch den Ort sind ihr die zwei alten Eisenkreuze aufgefallen, die, so lange die Gerteröder zurück denken können, im Garten einer Einwohnerin stehen. "Damals muß sich dort der Friedhof befunden haben", vermutet die Chronistin. Denn aus ihrer eigenen Kindheit wisse sie noch, daß an diesem Platz noch viel mehr solcher alten Kreuze standen. Nun seien Überlegungen im Gange, die Kreuze restaurieren zu lassen und sie danach im heutigen Kirchhof aufzustellen.

Quelle: Keine Zeitangabe und Quelle bekannt

   
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