Datum der Wappengebung: 10. November 1992
Entwurf und Gestaltung: K.H. Fritze Niederorschel


Das Wappen von Gerterode ist drei geteilt. Links oben ist ein silbernen Eichenzweig (drei Eichenblätter und zwei Eicheln) auf rotem Untergrund zu sehen. Dieser soll die für diese Gegend charakteristischen Eichenwaldungen, Schiereiche genannt, verdeutlichen. Im Heidelberg steht eine unter Denkmalschutz stehende 300-jährige Eiche.



Rechts oben signalisert ein blauer Glaskelch auf silbernem Grund die in der Dorfnähe (bedingt durch das Vorhandensein von gutem Sand) gelegenen Glashütten aus dem 16. Jahrhundert. Noch heute befinden sich rund um den Ort Zeugnisse aus der damaligen Zeit.
Fünf Standorte ehemaliger Glashütten nennt das 'Landesamt für archäologische Denkmalpflege Thühringen' in diesem Zusammenhang. Drei Fundorte liegen nördlich der Gemeinde und werden nicht näher bezeichnet. Im Hüttengrund etwa 500 Meter südöstlich der Gemeinde sind weitere mittelalterliche Gegenstände gefunden worden. Das archäologische Landesamt vermutet weitere potentielle Funde im Ortskern.

Die Hütten wurden ließ Graf Wilhelm von Schwarzburg um das Dorf anlegen. Mit den Gebrüdern Strecker wurde im Jahre 1588 folgender Vertrag zur Errichtung einer Glashütte im Dachsberg abgeschlossen: "Sie sollten jährlich drei Schock, halb Wein-, halb Biergläser in die Hofhaltung des Grafen liefern und falls im Amte Keula Sand- und Tongruben zu finden sind, diese zum Glasmachen zu gebrauchen, doch nicht mehr als 12 Acker Holz zu schlagen." Am 4.7.1589 wurde mit Hans Bartel von Vollenborn und Kurt Fleckstein von Rehungen, beide Gläser, ein Vertrag zur Anlage einer Glashütte in der Kehle (Jägersloch) im Dachsberg geschlossen. Wie lange dies Gewerbe ausgeübt wurde, ist heute nicht mehr bekannt. Durch den großen Verbrauch (12 Acker Holz pro Jahr) an Brennholz muss es zu umfangreichen Abholzungen in unserer Gegend gekommen sein. Auf diesen Flächen wurde zunehmend Ackerland gewonnen.

Im unteren Bereich ist ein silbernes Mühlrad auf blauem Hintergrund abgebildet. Dieses steht für die drei ehemals in der Dorfflur gelegenen Mühlen.

   
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